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Tschernobyl-Doku über Bulgarien kommt landesweit in die Kinos

„Хроники за неудобната истина“ (Chroniken der unbequemen Wahrheit) untersucht, wie Bulgarien 1986 über die Strahlung informiert wurde. Seit 16. Oktober läuft der Film landesweit.

Symbolbild: Der Nationale Kulturpalast (NDK) in Sofia, Ort der offiziellen Premiere

Symbolbild · Foto: Ivano Giambattista / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Der bulgarische Dokumentarfilm „Хроники за неудобната истина“ (etwa: „Chroniken der unbequemen Wahrheit“) läuft seit dem 16. Oktober landesweit in den Kinos, wie die Nachrichtenagentur BTA meldet. Der Film zeichnet nach, wie nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 Informationen über die Strahlenbelastung in Bulgarien gesammelt, gedeutet und der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Er stützt sich auf Archivmaterial, Dokumente, Zeitzeugenberichte und Einschätzungen von Fachleuten.

Tschernobyl wird dabei nicht nur als historisches und technisches Ereignis gezeigt, sondern als Beispiel für das Verhältnis von Fachwissen, staatlicher Macht, politischen Entscheidungen und dem Zugang der Öffentlichkeit zu Informationen. Auch die Rolle von Institutionen, Wissenschaft und Journalismus wird hinterfragt.

Die offizielle Premiere fand am vergangenen Sonntag im Saal 1 des Nationalen Kulturpalasts in Sofia statt – laut Filmteam vor mehr als 2.500 Zuschauern. Zuvor war der Film auf Tour in Kosloduj, Russe, Haskowo, Stara Sagora, Plowdiw, Warna und Sofia; nach Angaben der Organisatoren zählte er mit 4.423 Zuschauern zu den meistgesehenen Titeln der Woche. Begleitend plant das Team Vorführungen und Diskussionen an Schulen und Universitäten.

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