FIA schließt Schlupfloch: Seitenkasten-Trick von Red Bull und Audi ist 2027 verboten
Eine dünne Bodenstrebe erlaubte Red Bull und Audi besonders scharfe Kanten an den Seitenkästen. Die Technikregeln für 2027 machen das unmöglich – beide Teams müssen umbauen.

Archivbild · Foto: Yu Chu Chin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die FIA hat einer cleveren Konstruktion von Red Bull einen Riegel vorgeschoben. Wie Grandprix.com berichtet, ist die Einschränkung bereits in den veröffentlichten Technikregeln für 2027 festgeschrieben, und zwar in Artikel C3.5.14, der Zusatzbauteile am Unterboden regelt. Er legt fest, dass eine Strebe nur noch an ihren Befestigungspunkten und in wenigen genau definierten Bereichen die Karosserie durchdringen darf.
Hintergrund: Die Regeln schreiben für die Seitenkästen einen großen Mindestradius vor, obwohl scharfe Kanten aerodynamisch günstiger wären. Red Bull führte laut Crash.net beim Großen Preis von Österreich im Juni eine dünne Bodenstrebe ein, die entlang der Oberkante des Seitenkastens verläuft. In ihrer Nähe war nur ein Radius von 20 Millimetern vorgeschrieben – so entstand eine scharfe Abrisskante, die die Luft gezielter zum hinteren Unterboden lenkt. Audi übernahm eine ähnliche Lösung mit seinem großen Update in Baku.
Nach einem Bericht von AutoRacer.it, den Crash.net zitiert, soll das zulässige Maß für die Strebe von 20 auf 5 Millimeter sinken. Eine offizielle Stellungnahme der FIA dazu gibt es nicht. Für die laufende Saison ändert sich nichts: Die Autos von 2026 bleiben nach den geltenden Regeln legal, Red Bull und Audi müssen den Bereich aber für 2027 neu konstruieren.
