Drohnen im Schwarzen Meer: Radew und Dan bei Rutte – Nato sagt Hilfe zu
Am Rande des EU-Gipfels trafen Bulgariens Premier Radew und Rumäniens Präsident Dan Nato-Chef Rutte. Die Allianz will laut Radew bei Drohnenabwehr und Seeüberwachung helfen.

Archivbild · Foto: U.S. Secretary of Defense / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Nach den jüngsten Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer haben Bulgariens Ministerpräsident Rumen Radew und Rumäniens Präsident Nicușor Dan am Donnerstag in Brüssel Nato-Generalsekretär Mark Rutte getroffen. Nach Angaben des bulgarischen Fernsehens BNT hatte Rumänien um das kurzfristig anberaumte Treffen gebeten; beide verließen dafür den EU-Gipfel und kamen in Ruttes Residenz zusammen.
Die Nato werde weiter eng mit ihren Verbündeten am Schwarzen Meer zusammenarbeiten, sagte Rutte laut BNT. Radew dankte Rutte nach Angaben der Nachrichtenagentur BTA auf X für das klare Signal, dass die Sicherheit im Schwarzen Meer die Sicherheit der Ostflanke sei. Die Nato beobachte die Lage und sei bereit, Bulgarien und Rumänien bei Drohnenabwehr und Seeraumüberwachung zu unterstützen.
Bulgarien will beim Gipfel zudem ein Moratorium für Angriffe auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer fordern; Radew kündigte dazu eine gemeinsame Initiative mit Rumäniens Präsident an. Wer hinter den Angriffen steckt, sei nicht eindeutig belegt, die Logik weise jedoch nach Moskau, sagte er laut BNT. Nach Berichten bulgarischer Medien sollen die Entwürfe der Gipfelschlussfolgerungen die Vorfälle in den Wirtschaftszonen beider Länder als schweren Verstoß gegen das Völkerrecht einstufen; ein Beschluss stand zunächst aus.
Quellen
- BTA, НАТО наблюдава обстановката в Черно море и е в готовност да помогне, посочи премиерът Румен Радев след срещата с Рюте, 15.10.2026
- BNT, Ударите в Черно море са сред основните теми на срещата на върха в Брюксел, 15.10.2026
- 24 Chasa, Европейският съвет: Инцидентите с кораби край България и Румъния нарушават международното право, 15.10.2026
