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Razzia gegen mutmaßliches Geldwäsche-Netz: Gold, Lamborghini und 189 Konten gesperrt

Polizei und Steuerfahndung durchsuchten 16 Objekte in Berlin und Brandenburg. Vier Verdächtige sitzen in U-Haft, rund zwei Millionen Euro wurden gesichert.

Symbolbild: Einsatzfahrzeug der Polizei Berlin

Symbolbild · Foto: Lear 21 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Bei einem Einsatz gegen eine mutmaßliche kriminelle Vereinigung haben Ermittler in Berlin und Brandenburg vier Haftbefehle vollstreckt. Rund 80 Einsatzkräfte der Polizei und der Steuerfahndung durchsuchten am Mittwoch 16 Wohn- und Geschäftsräume, unter anderem in Tempelhof-Schöneberg, Charlottenburg-Wilmersdorf und Steglitz-Zehlendorf, wie Staatsanwaltschaft und Polizei am Donnerstag mitteilten. Festgenommen wurden drei Männer im Alter von 31, 31 und 43 Jahren sowie eine 32-jährige Frau.

Die Beschuldigten sollen seit 2024 ein verzweigtes Geflecht aus Firmen und Konten betrieben haben – mithilfe von Strohleuten vor allem aus Portugal und falscher Personalien. Über mehrstufige Überweisungsketten sei Geld weitergeleitet worden, um die wirtschaftlich Berechtigten zu verschleiern. Der Vorwurf lautet unter anderem auf Geldwäsche und Verstoß gegen das Zahlungsdiensteaufsichtsgesetz. 189 Konten wurden gesperrt, insgesamt rund zwei Millionen Euro gesichert.

Sichergestellt wurden nach Behördenangaben über 330.000 Euro Bargeld, Goldbarren im Wert von rund 639.000 Euro, ein Sechs-Karat-Diamant, Luxusuhren, ein Lamborghini sowie eine scharfe Schusswaffe mit Munition. Ein Ermittlungsrichter am Amtsgericht Tiergarten setzte die Haftbefehle in Vollzug. Die Ermittlungen zu Geldströmen und möglichen weiteren Beteiligten dauern an; für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.

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