Bulgariens Parlament billigt fünf weitere Iris-T-Systeme – Projekt nun 1,1 Mrd. Euro
Mit 175 zu 7 Stimmen hat das Parlament in Sofia den Kauf von fünf weiteren deutschen Flugabwehrsystemen gebilligt. Nur Wasraschdane war dagegen. Bezahlt wird über das EU-Programm SAFE.

Archivbild · Foto: Air Command West of the UAF / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Das bulgarische Parlament hat am Donnerstag den Kauf von fünf weiteren Flugabwehrsystemen vom Typ Iris-T SLM aus Deutschland gebilligt. Nach Angaben der Sofia Globe stimmten 175 Abgeordnete dafür und 7 dagegen. Laut der Nachrichtenagentur BTA unterstützten alle Fraktionen außer der prorussischen Partei Wasraschdane das Vorhaben. Die Regierung hatte den Vertragsentwurf mit Deutschland am Vortag gebilligt.
Beide Projektstufen kosten zusammen 1.106.466.933 Euro: das bereits bestellte erste System und die fünf neuen. Finanziert wird das über das EU-Kreditinstrument SAFE. Der Preis für das erste System sinkt laut BTA leicht auf 180,6 Millionen Euro, weil ein Sensor durch andere Ausrüstung ersetzt wird. Dadurch verkürzen sich auch die Lieferfristen. Für die Umsetzung ist ein Nachtrag zum Vertrag mit Diehl Defence nötig. Das Abkommen muss das Parlament danach noch ratifizieren.
Verteidigungsminister Dimitar Stojanow nannte das Projekt laut dem Portal Eurocom eine strategische Investition in die nationale Sicherheit. Wasraschdane kritisierte demnach den Preis und bezweifelte, dass die Systeme gegen massierte Drohnenangriffe wirken. Zuletzt hatten Drohnenangriffe auf Schiffe vor der bulgarischen Schwarzmeerküste für Aufsehen gesorgt.
