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Schuster und Beck ausgespäht: Lange Haftstrafen für Agenten im Auftrag Irans

Das Oberlandesgericht Hamburg verurteilt zwei Männer zu achteinhalb und viereinhalb Jahren Haft. Einer soll auch einen Brandanschlag auf ein koscheres Geschäft in Berlin vorbereitet haben.

Archivbild: Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg

Archivbild · Foto: Flocci Nivis / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg hat zwei in Dänemark lebende Männer wegen geheimdienstlicher Tätigkeit für den Iran verurteilt. Der 54 Jahre alte Hauptangeklagte erhielt achteinhalb Jahre Haft, ein 43-Jähriger viereinhalb Jahre. Das Gericht sprach sie zudem der versuchten Beteiligung an Mord und schwerer Brandstiftung schuldig. Es folgte damit den Forderungen der Bundesanwaltschaft; die Verteidiger hatten Freisprüche verlangt.

Ausgespäht wurden nach den Feststellungen der Präsident des Zentralrats der Juden, Josef Schuster, und der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Volker Beck. Der 54-Jährige soll zudem einen Brandanschlag auf einen koscheren Lebensmittelhandel in Berlin vorbereitet und versucht haben, den Mitangeklagten für ein Attentat auf Beck zu gewinnen.

Seine Aufträge erhielt der Hauptangeklagte nach Angaben der Bundesanwaltschaft direkt von Offizieren der Al-Kuds-Brigaden, der Auslandseinheit der iranischen Revolutionsgarden.

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