Berlin --:--Mittwoch, 14. Oktober 2026
LIVE
DeutschlandNACHRICHTENFAKTENKONTEXT
Berlin ·

Frauen betäubt und vergewaltigt? Plädoyers im Berliner Prozess gegen 69-Jährigen

Am Landgericht Berlin beginnen heute die Schlussvorträge gegen einen 69-Jährigen, der 14 Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt haben soll. Ermittelt wird wegen weiterer Taten an 44 Frauen.

Symbolbild: Kriminalgericht Moabit in Berlin

Symbolbild · Foto: Gerd Eichmann / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Im Prozess gegen einen 69-jährigen Berliner wegen einer mutmaßlichen Serie von Vergewaltigungen sollen am Mittwoch die nicht öffentlichen Plädoyers beginnen. Die Anklage wirft dem Mann vor, zwischen 2016 und Ende 2022 in 22 Fällen 14 Frauen betäubt, vergewaltigt und gefilmt zu haben. Die Frauen waren zur Tatzeit 50 bis 60 Jahre alt. Angeklagt sind Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und die Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Filmaufnahmen.

Zum Prozessauftakt vor rund zwei Monaten hatte der Angeklagte über seinen Anwalt erklären lassen: „Die Vergewaltigungen räume ich ein.“ Der in der Anklage geschilderte Tatablauf sei zutreffend; zu Details äußerte er sich nicht. Er sitzt seit März in Untersuchungshaft. Ob am 14. Verhandlungstag bereits ein Urteil fällt, ist offen. Unabhängig vom laufenden Verfahren laufen Ermittlungen wegen weiterer mutmaßlicher Taten zum Nachteil von 44 Frauen. Bis zu einem rechtskräftigen Urteil gilt für den Angeklagten die Unschuldsvermutung.

Mehr aus dem Ressort

← Deutschland