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Port Sudan: Familien geben ihr ganzes Gehalt für Wasser aus

Die Wasserversorgung deckt weniger als 40 Prozent des Bedarfs der Stadt, in die viele Kriegsflüchtlinge geflohen sind. Ärzte warnen vor Cholera, Malaria und Dengue.

Symbolbild: Blick vom Zentrum von Port Sudan auf den Hafen

Symbolbild · Foto: Bertramz / Wikimedia Commons, CC BY 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

In Port Sudan, dem provisorischen Regierungssitz, können sich viele Familien kaum noch Trinkwasser leisten. Laut der Afrikanischen Entwicklungsbank deckt die Versorgung weniger als 40 Prozent des Bedarfs, während die Bevölkerung – nach Schätzung des UN-Entwicklungsprogramms UNDP rund eine Million Menschen – durch Kriegsvertriebene gewachsen ist. Der Arbaat-Damm, der einst die Hälfte des täglichen Bedarfs lieferte, brach im August 2024 nach Starkregen. Eine Mutter von vier Kindern berichtet Al Jazeera, sie zahle rund einen Dollar am Tag für Wasser – auf 30 Tage so viel wie ihr ganzes Monatsgehalt.

Ein Wasserhändler sagt, ein Tankwagen mit 50.000 Litern koste inzwischen 1,5 Millionen sudanesische Pfund (etwa 150 Dollar), vor dem Krieg rund 450.000. Laut UNDP können neue Brunnen, 17 Kilometer Leitungen und Solarpumpen fast 230.000 Menschen versorgen. Emad Hafez vom Lehrkrankenhaus in Port Sudan warnt, der Mangel treibe Menschen zu unbehandeltem Wasser und erhöhe das Cholera-Risiko; offene Behälter förderten Malaria und Dengue.

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