Hebron: Israel reißt Häuser von Attentätern ab – fast 5000 Menschen vertrieben
Am achten Tag des Militäreinsatzes sprengte die Armee die Häuser zweier Brüder, die zwei Soldaten getötet hatten. Die Stadt meldet 780 vertriebene Familien.
Foto: Baraa Zm / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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Israelische Soldaten haben am Freitag in Hebron im besetzten Westjordanland die Häuser der Brüder Ahmad und Hammouda al-Dschaabeh zerstört. Die beiden hatten am 23. Oktober nahe dem Kontrollpunkt Farsch al-Hawa am westlichen Stadteingang israelische Soldaten angegriffen: Zwei Soldaten wurden getötet, drei verletzt, die Angreifer wurden erschossen. Der Abriss erfolgte am achten Tag des Militäreinsatzes und der Abriegelung Hebrons.
Nach Angaben der Stadtverwaltung von Hebron wurden 4969 Palästinenser aus 780 Familien vertrieben. Nahe dem Abrissort wurden mindestens zwölf Menschen festgenommen, seit Beginn des Einsatzes mindestens 120. Der von Al Jazeera zitierte palästinensische Experte Raed Nairat sprach von „faktisch einer Kollektivstrafe“. Eine Stellungnahme der israelischen Armee zum Abriss enthält der Bericht nicht.
