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Krebsimpfstoff aus harmlosen Viren: MIT-Team packt Tumor-Antigene dichter auf Nanofasern

Ein MIT-Team nutzt das für Menschen harmlose Bakteriophagen-Virus M13 als Träger für Krebs-Antigene. Eine dichter bestückte Variante (35 statt 6 Prozent) schützte Mäuse besser vor Tumoren.

Archivbild: Gebäude des Koch Institute am MIT in Cambridge

Archivbild · Foto: Either Ada / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Forschende am Koch Institute des Massachusetts Institute of Technology (MIT) haben einen Baukasten für personalisierte Krebsimpfstoffe weiterentwickelt. Grundlage ist das Bakteriophagen-Virus M13, das für Menschen harmlos ist und eine Nanofaser bildet, die sich mit Krebs-Antigenen bestücken lässt. Die Studie unter Leitung von Professorin Angela Belcher und Erstautorin Shengnan Huang erschien in der Fachzeitschrift „Advanced Healthcare Materials“; das MIT stellte sie am 30. Oktober vor.

Das Team befestigte Antigene an einem Hüllprotein des Virus und konnte ihre Dichte über kleine Änderungen der Proteinsequenz steuern – von 6 bis 70 Prozent. In Mäusen schützte eine Variante mit 35 Prozent Antigendichte am besten: Die Tiere entwickelten nach Kontakt mit Melanomzellen deutlich seltener Tumoren und bildeten mehr passende T-Zellen. Auch mit einem Neoantigen aus einem Darmkrebs-Mausmodell senkte der dichter bestückte Impfstoff das Tumorrisiko deutlich. Ein zusätzlicher Wirkverstärker war nicht nötig, weil die Erbsubstanz des Phagen selbst das angeborene Immunsystem aktiviert.

„Das Tolle daran ist, dass es modular ist und wir verschiedene Antigene nach Bedarf austauschen könnten“, sagt Belcher. Getestet wurde bisher nur die Vorbeugung bei Mäusen; Daten am Menschen gibt es nicht. Gefördert wurde die Arbeit unter anderem von der US-Forschungsbehörde DARPA.

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