Ex-Geheimdienstvize Stoimenow: Russische Drohnen ließen sich nicht verbergen
Der frühere Vizechef des Militärgeheimdienstes hält es für „logischer“, dass die Angriffe auf Handelsschiffe russisch waren, schließt aber eine Provokation nicht aus. Offiziell ist der Urheber nicht ermittelt.

Symbolbild · Foto: Dan Kollmann / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der frühere stellvertretende Direktor des Militärgeheimdienstes, General Stoimen Stoimenow, einst Berater von Präsident Rossen Plewneliew, äußerte sich in der Sendung „RadioTotschka“ des bulgarischen Rundfunks BNR zu den Drohnenangriffen auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer. Sollten die Drohnen, die Handelsschiffe im Schwarzen Meer angegriffen haben, russisch sein, lasse sich das nicht verbergen, sagte er. Nach seinen Worten sind an den Ermittlungen Experten aus NATO- und EU-Staaten beteiligt.
„Es ist logischer zu erwarten, dass das russisches Werk ist“, erklärte Stoimenow. Er begründete dies damit, dass die Ukraine von den Schiffstransporten wirtschaftlich profitiere und Angriffe daher unlogisch wären, schloss aber auch eine Provokation nicht aus, da seiner Ansicht nach ein hybrider Krieg geführt werde. Es handelt sich um die persönliche Einschätzung des Generals – offiziell ist der Urheber der Angriffe bislang nicht ermittelt.
