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Selenskyj: 2.300 Drohnen und 1.600 Gleitbomben in einer Woche – Appell für Patriots

Russland griff in der Nacht zu Sonntag Ziele in neun Regionen an, in Charkiw traf ein zweiter Schlag Rettungskräfte. Selenskyj fordert die Freigabe zugesagter Abfangraketen.

Russland hat die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj binnen einer Woche mit rund 1.600 Gleitbomben, fast 2.300 Angriffsdrohnen und 48 Raketen verschiedener Typen angegriffen, darunter ballistische. In der Nacht zu Sonntag schickte Russland laut ukrainischer Luftwaffe 153 Drohnen und eine nicht genannte Zahl von Marschflugkörpern; 119 Drohnen seien abgewehrt worden, an 15 Orten habe es Einschläge gegeben. Getroffen wurden laut Selenskyj unter anderem Wohnhäuser, Wärmekraftwerke, Umspannwerke, Kohlebergwerke, Getreidelager und ein Logistikzentrum der Post in neun Regionen.

In Winnyzja traf eine Drohne ein fünfstöckiges Wohnhaus, sechs Menschen wurden verletzt, ein benachbartes Pflegeheim wurde evakuiert. In Charkiw griff Russland einen Baumarkt an und traf mit einem zweiten Schlag die eintreffenden Rettungskräfte; laut ABC News wurden in Charkiw vier Menschen verletzt, darunter drei Einsatzkräfte. Die Handelskette Epizentr meldete binnen 24 Stunden Angriffe auf ihre Märkte in Charkiw, Saporischschja, Winnyzja und Poltawa. „Leider gibt es fast jeden Tag Tote und Verletzte durch diese brutalen Angriffe“, schrieb Selenskyj.

Er rief die europäischen Partner auf, die Lieferung bereits genehmigter Patriot-Abfangraketen „freizugeben“, und bat vor dem Winter um Hilfe gegen strahlgetriebene Shahed-Drohnen. Dem Sender ABC News sagte er, die Ukraine brauche rund 350 Patriot-Abfangraketen pro Monat. Die Angriffe seien Russlands Antwort auf Diplomatie und auf die Bemühungen, das Land aus der Isolation zu holen. Für November sind Dreiergespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland in den Vereinigten Arabischen Emiraten geplant.

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