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Bericht: Generalstabschef Zamir bremst Netanjahu bei Iran-Aktion kurz vor der Wahl

Laut Kanal 12 verlangt Zamir eine unterschriebene Genehmigung für eine Militäraktion, die eine Konfrontation mit Iran auslösen könnte. Netanjahu nennt den Bericht „Unsinn“.

Archivbild: Eyal Zamir, Generalstabschef der israelischen Armee

Archivbild · Foto: ­ Ministry of Defense spokesperson / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)

Zwei Tage vor der Parlamentswahl in Israel sorgt ein Bericht über einen Konflikt zwischen Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Generalstabschef Ejal Zamir für Aufsehen. Nach Angaben des Senders Kanal 12 erhielt Zamir von der politischen Führung die Anweisung zu einer nicht näher bezeichneten Militäraktion. Sicherheitskreise warnten demnach, sie könne „eine rasche Eskalation zu einer Konfrontation mit Iran auslösen“. Zamir habe eine eingehende Beratung und eine formelle, unterschriebene Genehmigung verlangt. Laut „Jerusalem Post“ fürchten er und andere Militärs, die Iran-Front könne vor der Wahl politisch ausgenutzt werden.

Netanjahu wies den Bericht im regierungsnahen Sender Kanal 14 zurück. „Es gab keinen Streit zwischen uns“, sagte er, „das ist alles Unsinn.“ Jemand wolle verschleiern, dass der Generalstabschef selbst gesagt habe, Iran versuche der Wahl zu schaden. Zudem sagte er, er habe Armee und Mossad angewiesen, das iranische Regime zu stürzen. Oppositionspolitiker nannten den Vorgang laut „Times of Israel“ „Verrat“; Netanjahus wichtigster Herausforderer Gadi Eisenkot stellte sich nach Angaben des Senders Roya hinter Zamirs Vorsicht.

Laut dem Portal JFeed war die Stimmung bei einem Treffen im Militärhauptquartier Kirya in Tel Aviv ungewöhnlich angespannt. Unabhängig bestätigt sind die Angaben nicht. Netanjahu hatte zuletzt immer wieder vor iranischen Bedrohungen gewarnt. An Iran und dessen Verbündete gerichtet sagte er am Sonntag laut CBS News: „Testet uns nicht.“ Gewählt wird am Dienstag, 27. Oktober.

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