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Ukraine greift Rüstungsbetriebe tief in Russland an – auch Titanwerk im Ural getroffen

Marschflugkörper sollen das Batteriewerk Energija in Jelez getroffen haben, Drohnen ein Werk von VSMPO-Avisma in Perm. Moskau meldet 532 abgefangene Drohnen.

Symbolbild: Stadtansicht von Jelez im Gebiet Lipezk

Symbolbild · Foto: Eugene Yakovenko / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Ukraine hat am Wochenende nach Medienberichten erneut Rüstungsbetriebe tief in Russland angegriffen. Im Industriegebiet der Stadt Jelez im Gebiet Lipezk war nach Angaben von Gouverneur Igor Artamonow vermutlich das Werk Energija das Ziel; Rettungskräfte seien im Einsatz. Monitoring-Kanäle sprachen von Marschflugkörpern. Das Werk ist laut dem Telegram-Kanal Astra Russlands größter Hersteller chemischer Stromquellen und liefert unter anderem Batterien für Drohnen und Luftabwehrraketen. Es steht unter Sanktionen der USA, der EU und weiterer Staaten. Angaben zu Schäden gab es zunächst nicht.

In der Region Perm traf ein Drohnenangriff laut ukrainischen Monitoring-Kanälen das Avisma-Werk in Beresniki. Es gehört zum Konzern VSMPO-Avisma, nach Angaben von Ukrinform dem weltgrößten Titanhersteller und einem wichtigen Zulieferer der russischen Rüstungsindustrie. Fünf Beschäftigte wurden nach vorläufigen Angaben verletzt, drei kamen zur Untersuchung ins Krankenhaus. Gouverneur Dmitri Machonin sprach von einem Industriebetrieb im Norden der Region, der „leicht beschädigt“ sei und normal weiterarbeite.

Russlands Verteidigungsministerium meldete laut ABC News, in der Nacht seien mindestens 532 ukrainische Drohnen über 22 russischen Regionen sowie über der Krim und dem Schwarzen Meer abgefangen worden. Parallel laufen diplomatische Bemühungen um ein Ende des Kriegs. Kreml-Berater Juri Uschakow sagte mit Blick auf eine mögliche Vereinbarung, daran müsse „noch gearbeitet werden“; das erste Dreiertreffen im November könne vor allem der Beobachtung dienen.

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