Confed-Cup-Sieger Demirbay: „Ich würde nie wieder für Deutschland spielen“
Der frühere Nationalspieler Kerem Demirbay bereut nach eigenen Worten seine Entscheidung für den DFB. In einem YouTube-Interview erhebt er schwere Vorwürfe – eine Reaktion des Verbands ist nicht bekannt.

Archivbild · Foto: Voltmetro / Wikimedia Commons, CC0 (zugeschnitten und skaliert)
Kerem Demirbay, der 2017 unter Joachim Löw zwei Länderspiele bestritt und mit Deutschland den Confed-Cup gewann, hat mit der Nationalmannschaft abgerechnet. „Ich würde nie wieder für Deutschland spielen“, sagte der 33-Jährige laut t-online im Interview mit dem türkischen YouTuber Yağız Sabuncuoğlu. „Die Nationalmannschaft ist mir egal.“
Demirbay, der in Herten geboren wurde und seit Januar beim Istanbuler Klub Kasımpaşa spielt, schilderte seine Sicht auf das Ende seiner DFB-Karriere: Nach seinem Tor beim Confed-Cup gegen Kamerun habe er das Trikot ausgezogen, wodurch ein Tattoo mit den Umrissen der Türkei sichtbar wurde. Danach sei er nicht mehr nominiert worden. „Ich wurde als der Ausländer betrachtet“, sagte er und sprach von Rassismus.
Seine Vorwürfe sind seine persönliche Darstellung; t-online nennt keine Stellungnahme des DFB. Demirbay sagte außerdem, er habe sich rund eineinhalb Jahre vergeblich um eine Spielberechtigung für die Türkei bemüht.
