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Ryanair schließt Basis am BER – 210 Jobs fallen weg, auch Emirates-Deal geplatzt

Sieben Ryanair-Flugzeuge verlassen den Hauptstadtflughafen, das Sitzplatzangebot halbiert sich fast. Zugleich wurde bekannt, dass Emirates den BER weiterhin nicht anfliegen wird.

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Foto: Arne Müseler / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 de (zugeschnitten und skaliert)

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Ryanair schließt zum 24. Oktober seine Basis am Flughafen Berlin Brandenburg (BER). Sieben Flugzeuge der irischen Billigfluglinie, die bislang in Schönefeld stationiert waren, werden nach Angaben der Airline ins Ausland verlegt – etwa nach Schweden, Italien, in die Slowakei oder nach Polen. „Die Flieger werden dann einfach woanders übernachten“, sagte Ryanairs Deutschland-Manager Marcel Pouchain Meyer laut tagesschau. Mit den Maschinen ziehen auch Piloten und Kabinenpersonal ab; insgesamt gehen laut tagesschau am BER 210 Arbeitsplätze verloren. Ryanair fliegt Berlin weiter an, das Angebot sinkt aber von 4,5 auf 2,2 Millionen Sitzplätze pro Jahr. Verbindungen nach Fuerteventura, Gran Canaria und Lanzarote entfallen ganz.

Ryanair begründet den Schritt mit hohen Kosten: Luftverkehrsteuer und Sicherheitsgebühren hätten sich seit 2019 verdoppelt, die Flugsicherungsgebühr mehr als verdreifacht, die Entgelte am BER seien um 50 Prozent gestiegen; bis 2029 sind weitere zehn Prozent angekündigt. Die Airline nennt den BER den „erfolglosesten Flughafen Europas“. Die Gewerkschaft Verdi und die Vereinigung Cockpit vermuten einen Zusammenhang mit dem vor anderthalb Jahren gegründeten einzigen Betriebsrat an einem deutschen Ryanair-Standort. „Evidenzen dafür haben wir natürlich nicht“, sagte Verdi-Vertreter Dennis Dacke. Ryanair bestreitet einen Zusammenhang.

Für den Flughafen ist der Rückzug ein weiterer Rückschlag. Laut tagesschau wurde am Freitag zudem bekannt, dass ein angedachter Deal mit Emirates nicht zustande kommt; die Airline fliegt den BER weiterhin nicht an. Für 2026 erwartet der BER 25,7 Millionen Passagiere nach 26,1 Millionen im Vorjahr, für 2027 nur noch 25 bis 25,2 Millionen. BER-Chefin Aletta von Massenbach hatte den Ryanair-Rückzug als „heftigen Schlag“ bezeichnet und eine Sparrunde angekündigt. Der Flughafen hält am Ziel fest, spätestens 2030 ein ausgeglichenes Konzernergebnis zu erreichen. Der 2020 mit neun Jahren Verspätung eröffnete BER kostete statt geplanter zwei mehr als sieben Milliarden Euro.

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