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AfD-Leak: Pazderski warnte Weidel 2018 vor Identitären-„U-Booten“

Laut taz schrieb der damalige Berliner AfD-Chef an Weidel über vier Mitarbeiter mit engen Verbindungen zur Identitären Bewegung. Einer der Betroffenen bestreitet das.

Archivbild: Alice Weidel (AfD) spricht auf der CPAC Hungary 2025

Archivbild · Foto: Elekes Andor / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die geleakten AfD-Mails zeigen nach Recherchen der „taz“, dass die heutige Parteichefin Alice Weidel bereits 2018 auf Verbindungen von Mitarbeitern zur Identitären Bewegung hingewiesen wurde. Der damalige Berliner Landesvorsitzende Georg Pazderski schrieb ihr demnach über vier Mitarbeiter mit engen Kontakten zu der Gruppe und bezeichnete sie als „U-Boote“. Pazderski hat die AfD 2024 verlassen. Einer der vier, heute Mitglied einer AfD-Stadtratsfraktion in Sachsen-Anhalt, bestreitet laut taz eine Beteiligung an der Identitären Bewegung. Ein anderer, der inzwischen einen AfD-Europaabgeordneten in Brüssel berät, beantwortete die Anfrage der Zeitung nicht, veröffentlichte sie aber auf X.

Aus dem Material geht laut taz auch hervor, dass der AfD-Europapolitiker Hans Neuhoff seine Teilnahme an Veranstaltungen des Instituts für Staatspolitik rechtfertigte, das der Verfassungsschutz als „gesichert rechtsextremistisch“ eingestuft hat. Zugleich schlug er demnach vor, die formale Zusammenarbeit mit dem Verleger Götz Kubitschek auszusetzen. Weidel steht wegen des Leaks bereits in einer anderen Frage unter Druck: Laut ZDF und „Spiegel“ legen interne Mails nahe, dass sie die Annahme von Wahlkampfspenden aus der Schweiz im Jahr 2017 selbst organisierte. Ihr Sprecher erklärte, es gebe keinen Anlass, frühere Aussagen zu korrigieren; die Staatsanwaltschaft Konstanz hatte ihre Ermittlungen gegen Weidel mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.

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