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Japans Kerninflation steigt auf 2,1 Prozent – erstmals seit Dezember über dem Ziel

Teurere Energie und ein schwacher Yen treiben die Preise in Japan. Die Bank of Japan dürfte nächste Woche zwar stillhalten, aber den Weg für weitere Zinserhöhungen offenhalten.

Symbolbild: Der Hauptsitz der Bank of Japan in Tokio

Symbolbild · Foto: Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

In Japan hat die Kerninflation im September erstmals seit Dezember wieder das Zwei-Prozent-Ziel der Notenbank überschritten. Die Verbraucherpreise ohne frische Lebensmittel lagen nach den am Freitag veröffentlichten Daten um 2,1 Prozent über dem Vorjahresniveau, im August war die Rate noch unter zwei Prozent geblieben. Der Wert entsprach den Erwartungen der Ökonomen. Auch die Gesamtteuerung erreichte 2,1 Prozent.

Stärker beachtet wird die Rate ohne frische Lebensmittel und Energie, auf die die Bank of Japan besonders schaut: Sie stieg auf 2,4 Prozent. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters verteuern höhere Treibstoffkosten infolge des anhaltenden Nahost-Konflikts die Lebenshaltung und schwächen die Wirkung staatlicher Subventionen ab. Hinzu kommt der schwache Yen, der Importe teurer macht.

Die Notenbank hatte ihren Leitzins im September auf 1,25 Prozent angehoben, den höchsten Stand seit 31 Jahren. Bei der Sitzung am 29. und 30. Oktober wird nach Reuters-Angaben keine Änderung erwartet, wohl aber eine höhere Inflationsprognose. Die Bank Standard Chartered rechnet mit dem nächsten Zinsschritt im Januar 2027, hält aber schon Dezember für möglich. Der Yen legte nach den Daten zu.

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