Michigan: Rogers und El-Sayed streiten im letzten TV-Duell um Trump und Loyalität
Das Senatsrennen in Michigan gilt als offen und könnte über die Mehrheit im Senat mitentscheiden. Im letzten Duell ging es um Trump, den Iran-Krieg, Zölle und Gesundheit.

Archivbild · Foto: Hudson Institute / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Knapp zwei Wochen vor den Zwischenwahlen haben sich der Republikaner Mike Rogers und der Demokrat Abdul El-Sayed in Southfield ihre zweite und letzte Fernsehdebatte im Rennen um einen Senatssitz für Michigan geliefert. Das Rennen gilt laut CBS News als eines der meistbeachteten und könnte mitentscheiden, welche Partei den Senat kontrolliert. Der frühere Kongressabgeordnete Rogers brachte El-Sayed erneut mit der Muslimbruderschaft in Verbindung, was El-Sayed bestreitet. Er wäre der erste muslimische Senator der USA.
„Sind Sie für Amerika oder für diese Terrorgruppen im Ausland?“, fragte Rogers. El-Sayed, früher Gesundheitsdirektor im Bezirk Wayne, nannte das „beschämend“ und sagte, er sei stolz auf eine Verfassung, die jedem das Recht gebe, zu beten, wie er wolle. Er nannte Rogers eine „Marionette“ von Präsident Donald Trump und machte dessen Iran-Krieg für höhere Benzin- und Lebensmittelpreise verantwortlich. Statt eines Senators, der den Krieg unterstütze, brauche es eine Resolution zu den Kriegsbefugnissen.
Rogers hielt dagegen, El-Sayed wolle alles zu einer Frage über Trump machen, und griff dessen Plan einer staatlichen Krankenversicherung für alle („Medicare for All“) an: Wer ihn umsetze, könne „von Glück reden, noch eine verdammte Hose zu haben“. Trumps Zölle nannte Rogers eine „gemischte Bilanz“ und stellte jene auf Waren aus Kanada infrage. Am Samstag will Ex-Präsident Barack Obama in Detroit für El-Sayed werben, am Sonntag tritt Trump in Port Huron für Rogers auf.
