El Niño: Unwetter von Mexiko bis Chile – Tote in Paraguay und Argentinien
Überschwemmungen am Paraná, ein Hauseinsturz an Mexikos Küste, Milliardenhilfen in Peru: Das Wetterphänomen El Niño trifft Lateinamerika mit voller Wucht. Mindestens drei Menschen starben.

Symbolbild · Foto: ISS Expedition 27 crew / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Heftige Regenfälle im Zusammenhang mit dem Klimaphänomen El Niño haben in mehreren Ländern Lateinamerikas Überschwemmungen und Schäden verursacht. In Paraguay starb nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters eine 58-Jährige, als ihr Haus einstürzte. Entlang des Paraná, des zweitgrößten Flusses Südamerikas, sind laut der nationalen Notfallbehörde rund 4.200 Familien betroffen. In Ciudad del Este an der Grenze zu Brasilien suchten Familien Zuflucht in einer Kirche, Anwohner bauten Zelte auf einem Fußballplatz auf.
Im argentinischen Corrientes kamen nach örtlichen Medienberichten zwei Landarbeiter ums Leben, als sie Rinder aus überfluteten Gebieten in Sicherheit bringen wollten; Hunderte Menschen wurden dort in Sicherheit gebracht. In Mexiko stürzte im Bundesstaat Nayarit ein Teil einer Luxus-Wohnanlage ein, nachdem die Brandung den Sand darunter ausgespült hatte. In Chile hatte am 8. Oktober eine Schlammlawine Straßen in Santiago überflutet. Perus Regierung kündigte Finanzhilfen und Steuererleichterungen für betroffene Unternehmen an und will 2027 rund 18 Milliarden Soles, umgerechnet etwa 5,2 Milliarden Dollar, bereitstellen.
Die Weltorganisation für Meteorologie erwartet, dass die Temperaturen im zentralen Pazifik von November bis Januar rund 3,8 Grad über dem Durchschnitt liegen und um Dezember ihren Höhepunkt erreichen. Das könnte laut Reuters zu einer der unruhigsten Unwettersaisons seit Beginn der Aufzeichnungen führen.
