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AfD-Leak: Recherche von ZDF und OCCRP zeigt Hakenkreuz-Streit in NRW

Neue Auswertung der geleakten AfD-Mails: Fälle aus Nordrhein-Westfalen zeigen, wie die Partei intern mit NS-Bezügen, Hetze und Ausschlussverfahren umging.

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Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Video: YouTube · DW News · youtube.com

ZDF frontal und das Recherchenetzwerk OCCRP haben erste Ergebnisse ihrer Auswertung der geleakten AfD-Mails veröffentlicht. Nach Angaben von ZDFheute umfasst der Datensatz mehr als 420.000 E-Mails und über 50.000 Anhänge mit rund 300 Gigabyte, darunter Kontoauszüge, Spendenunterlagen, Sitzungsprotokolle und Sprachnachrichten. Betroffen sind unter anderem Postfächer von Leif-Erik Holm, Alexander Gauland, des Bundesschiedsgerichts und des Landesverbands Nordrhein-Westfalen. Die AfD bestätigte den Leak; nach ihren Angaben wurde im September ein Hosting-Dienstleister angegriffen und Teile weniger, meist seit Jahren ungenutzter Postfächer kopiert.

Im Mittelpunkt der neuen Recherche stehen Fälle aus Nordrhein-Westfalen. Im April 2025 meldeten Mitglieder demnach einen Parteifreund, der an einem Infostand eine Hakenkreuzfahne zum Kauf angeboten haben soll. Der Mann sprach von Verleumdung und verließ die Partei Anfang 2026 wegen offener Beiträge; ein Schreiben des Bundesschatzmeisters lud ihn laut ZDF später ein, nach Begleichung der Schulden die Wiederaufnahme zu beantragen. Ein früherer Kommunalpolitiker soll Gewaltfantasien gegen links wählende Frauen geäußert haben, er ist inzwischen ausgetreten. In Aachen soll ein örtlicher Vorsitzender in einer Sprachnachricht gesagt haben, Plakatzerstörer gehörten „gepfählt“.

Auch der Bundestagsabgeordnete Matthias Helferich taucht in den Unterlagen auf: In einem Chat von 2017 nannte er sich „das freundliche Gesicht des Nationalsozialismus“, was er später als Ironie bezeichnete. Ein Ausschlussverfahren gegen ihn scheiterte in diesem Jahr. Zugleich kursieren laut ZDF gefälschte Mails, die nicht aus dem Datensatz stammen. Die AfD nannte das Abgreifen der Daten rechtswidrig und erklärte, eine Veröffentlichung werde geprüft. Die Hacker, die sich „Hexane“ nennen, geben laut taz an, nicht staatlich finanziert zu sein.

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