Sanofi baut für rund zwei Milliarden Euro neue Insulinfabrik in Frankfurt-Höchst
Spatenstich im Industriepark Höchst: Das Werk soll 2032 in Betrieb gehen und die Insulinversorgung Europas krisenfester machen. Bund, Land und Stadt geben 400 Millionen Euro Beihilfe.

Archivbild · Foto: Matti Blume / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der französische Pharmakonzern Sanofi hat am Montag mit dem Bau einer neuen Insulinfabrik im Frankfurter Industriepark Höchst begonnen. Das Unternehmen investiert rund zwei Milliarden Euro. Die Anlage ersetzt eine bestehende Produktion, umfasst 36.000 Quadratmeter und soll künstliche Intelligenz nutzen. Die Inbetriebnahme ist für 2032 geplant. „Millionen Menschen weltweit sind täglich auf Insulin angewiesen“, sagte Sanofi-Chefin Belen Garijo.
Die EU-Kommission hatte im September eine Beihilfe von 400 Millionen Euro von Bund, Land Hessen und Stadt Frankfurt genehmigt. Das Werk soll zunächst mindestens 1,1 Tonnen Insulin pro Jahr herstellen. Sanofi muss eine Tonne Wirkstoff vorrätig halten und bei Engpässen europäische Märkte bevorzugt beliefern.
Der Frankfurter Standort ist der einzige im Europäischen Wirtschaftsraum, der Humaninsulin herstellt. Mehr als 4.000 der 6.500 Sanofi-Arbeitsplätze in Höchst hängen an der Insulinproduktion; von dort werden rund 15 Millionen Patienten in etwa 80 Ländern versorgt. „Damit stärken wir die europäische Souveränität und verringern Abhängigkeiten von Drittstaaten“, sagte Hessens Ministerpräsident Boris Rhein (CDU).
