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Kanadas Inflation steigt auf 3,1 Prozent – Benzin fast 28 Prozent teurer

Teures Benzin treibt die Teuerung im September über das Ziel der Notenbank. Die Kerninflation sinkt jedoch, Ökonomen sehen kaum Gründe für eine Zinserhöhung am 28. Oktober.

Gebäude der Bank of Canada in Ottawa

Foto: Wladyslaw / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die jährliche Inflation in Kanada ist im September auf 3,1 Prozent gestiegen, nach 3,0 Prozent im August. Das teilte die Statistikbehörde Statistics Canada am Montag mit. Ökonomen hatten 3,2 Prozent erwartet. Benzin kostete 27,8 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Ohne Benzin stiegen die Verbraucherpreise um 2,2 Prozent, nach 2,4 Prozent im August.

Die Kerninflationsmaße CPI-trim und CPI-median sanken auf 1,8 beziehungsweise 1,9 Prozent. Lebensmittel im Handel verteuerten sich um 1,7 Prozent, der geringste Anstieg seit Mai 2024. Flugtickets kosteten 19,4 Prozent mehr, Heizöl und andere Brennstoffe 57,8 Prozent. In allen drei Seeprovinzen (Maritimes) lag die Inflation über 5 Prozent, in Ontario bei 2,5 Prozent.

BMO-Chefvolkswirt Douglas Porter sieht in den Daten keine zusätzlichen Argumente für Zinserhöhungen. Notenbankchef Tiff Macklem hatte bei den IWF-Treffen in Bangkok gesagt, die Bank sei bereit, die Zinsen notfalls zu erhöhen, weil hohe Energiepreise das Risiko einer breiteren Inflation steigerten. Die nächste Zinsentscheidung ist am 28. Oktober.

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