„Hybride Kriegsführung“: Taiwan vertreibt 16 chinesische Schiffe
Küstenwachen-, Forschungs- und Fischereischiffe operierten gleichzeitig um Taiwan und die Insel Pratas. Taipeh wirft Peking vor, den Status quo in der Taiwanstraße einseitig ändern zu wollen.

Archivbild · Foto: Mori / Office of the President (中華民國總統府) / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Taiwans Küstenwache hat nach eigenen Angaben 16 chinesische Schiffe vertrieben, die gleichzeitig an „maritimer Belästigung“ beteiligt gewesen seien. Es handelte sich um Küstenwachen-, Forschungs- und Fischereischiffe, die um Taiwans Hauptinsel und die umstrittene Insel Pratas (Dongsha) im Südwesten operierten. Die Küstenwache sprach von einer „ungewöhnlich großen“ Zahl und von „hybrider Kriegsführung“. Einige Schiffe seien in Taiwans Sperrgewässer eingedrungen.
Die Küstenwache habe „sofort entschlossen gehandelt“, hieß es. Sie warf Peking vor, den Status quo in der Taiwanstraße einseitig ändern und den falschen Eindruck einer Zuständigkeit erwecken zu wollen. China beansprucht Taiwan und Pratas als eigenes Territorium; Taipeh weist das zurück.
Der Druck auf See nimmt nach taiwanischen Angaben zu: Im Juli zählte Taiwan einen Rekord von 244 Küstenwachen-, Forschungs- und anderen Schiffen um die Hauptinsel, im Vorjahresmonat waren es 58. Am 1. Oktober setzte die Küstenwache nahe Pratas Wasserwerfer gegen ein chinesisches Freizeit-Fischerboot ein.
