Studie: Einsamkeit mit weniger gesunden Lebensjahren verknüpft – Männer stärker betroffen
Eine Studie mit über 277.000 Erwachsenen verbindet Einsamkeit und soziale Isolation mit weniger Jahren ohne chronische Krankheit. Ein gesunder Lebensstil milderte laut Autoren nur die mit Isolation verbundenen Verluste.

Symbolbild · Foto: John Samuel / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Wer sich einsam fühlt und zugleich sozial isoliert lebt, hat im Schnitt deutlich weniger Lebensjahre ohne schwere chronische Erkrankungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Tulane University in den USA, erschienen in Nature Communications. Ausgewertet wurden Daten von 277.489 Erwachsenen zwischen 40 und 69 Jahren, die zu Beginn weder Diabetes, Herz- oder Lungenkrankheiten, Demenz, Krebs, Depression noch Angststörungen hatten.
Verglichen mit Menschen ohne Einsamkeit und Isolation hatten Frauen mit beidem ab dem 50. Lebensjahr im Schnitt 2,4 Jahre weniger ohne körperliche Erkrankungen und 3,7 Jahre weniger ohne psychische Störungen. Bei Männern lag der Verlust bei 1,7 beziehungsweise 5,8 Jahren. „Unsere Forschung hat gezeigt, dass Männer anfälliger dafür sind, von Einsamkeit beeinträchtigt zu werden“, sagte Hauptautor Lu Qi von der Tulane University.
Die Autoren unterscheiden soziale Isolation – einen objektiven Mangel an Kontakten – von Einsamkeit als subjektiver Unzufriedenheit mit der Qualität von Beziehungen. Gesunde Ernährung, Bewegung, ausreichend Schlaf und Nichtrauchen verringerten die mit Isolation verbundenen Verluste, nicht aber nennenswert die mit Einsamkeit verbundenen. Die Studie ist eine Beobachtungsstudie und belegt keine Ursache-Wirkung-Beziehung; das Team plant klinische Studien.
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