Bauunternehmer: In Sofias Toplagen kann Boden über 70 % der Projektkosten ausmachen
Vorverträge für Wohnungen in Sofia sind um rund 18 Prozent zurückgegangen, die Preise um 15 Prozent gestiegen, sagt Bauunternehmer Georgi Schopow. Einen Markteinbruch erwartet er nicht.

Symbolbild · Foto: podoboq from Sofia, Bulgaria / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
In den gefragtesten Vierteln Sofias kann das Grundstück mehr als 70 Prozent der Kosten eines Wohnprojekts ausmachen, in Massenlagen sind es etwa 30 Prozent. Das sagte der Bauingenieur Georgi Schopow, Geschäftsführer der Baufirma Tobo Grup, im Podcast „Kwadratni metri“, wie Fakti.bg berichtet. Nach seinen Angaben ging die Zahl der Vorverträge für Wohnungskäufe in der Hauptstadt im Jahresvergleich um rund 18 Prozent zurück, während die Preise um 15 Prozent stiegen.
Die Vorverträge bildeten den Markt schneller ab als die endgültigen Geschäfte, weil die Eigentumsübertragung bis zu zwei Jahre später erfolgen könne, so Schopow. Als Preistreiber nennt er Inflation, hohe Nachfrage, teurere Materialien und Arbeitskräfte sowie den Mangel an geeigneten Grundstücken. Der Gemeinde Sofia wirft er vor, zu wenig neues Bauland auszuweisen und in bestehenden Vierteln keine Infrastruktur zu bauen.
Laut im Artikel zitierten Daten des Statistikamts NSI lagen die Wohnungspreise im zweiten Quartal 2026 um 15,5 Prozent über dem Vorjahr. Nach Daten von Vesti.bg wurden im selben Quartal in Sofia 8.874 Geschäfte eingetragen, 16,7 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Einen dramatischen Einbruch erwartet Schopow nicht: Der Rückgang der Transaktionen werde 20 Prozent nicht überschreiten, danach könne sich der Markt für einige Jahre stabilisieren.
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