Russischer Angriff trifft Kiewer Metrostation – Rubio: Kein Starshield für die Ukraine
In Kiew stirbt eine Frau, drei Menschen werden verletzt. In Washington bestreitet Rubio, dass die USA Starlink drosseln ließen – Zugang zum Militärsystem Starshield sei „in Diskussion“.

Symbolbild · Foto: Jorge Láscar from Australia / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Ein russischer Luftangriff hat in der Nacht zum Montag in Kiew eine Frau getötet, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram mitteilte. Getroffen wurden eine Metrostation am linken Ufer der Hauptstadt und ein 25-stöckiges Wohnhaus, außerdem Nichtwohngebäude und eine medizinische Einrichtung; drei weitere Menschen wurden verletzt. Nach Angaben von Al Jazeera töteten russische Angriffe am Sonntag zudem zwei Menschen in der westukrainischen Region Wolhynien und eine Frau in Saporischschja.
US-Außenminister Marco Rubio sagte, die Ukraine habe derzeit keinen Zugang zu Starshield, dem militärischen Satellitennetz, das Kiew für Angriffe tief in Russland nutzen will. „Starshield ist ein Verteidigungsprodukt, ein Militärprodukt“, so Rubio; wie die Ukraine es nutzen könnte, sei „in Diskussion“. Eine Anordnung Washingtons zur Drosselung von Starlink-Terminals wies er zurück: „Niemand hat angeordnet, die Starlink-Geschwindigkeit zu verringern.“
Selenskyj hatte am Samstag erklärt, die Terminals in der Ukraine seien auf 161 km/h begrenzt, wodurch Bediener die Kontrolle über Abfangdrohnen gegen Shahed-Drohnen verlören. US-Finanzminister Scott Bessent nannte seine Vorwürfe „sehr rücksichtslos“. Laut Reuters haben die USA den Austausch von Geheimdienstinformationen mit Kiew nach einer kurzen Pause wieder aufgenommen.
