Araghtschi: Straße von Hormus könnte in Tagen öffnen – zu Irans Bedingungen
Teheran hält an seinem Plan fest: Öffnung am sechsten Tag, Verhandlungen am siebten, wenn die USA die Blockade aufheben. Die Angriffe auf Schiffe erreichen einen Wochenrekord.

Archivbild · Foto: IAEA Imagebank / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Irans Außenminister Abbas Araghtschi sagte, Teheran prüfe noch die „Anmerkungen“ der USA zu Irans Vorschlag einer siebentägigen Waffenruhe vom September, die Bedingungen blieben aber bestehen. „Die Straße von Hormus wird am sechsten Tag wieder geöffnet“, die Verhandlungen sollen am siebten Tag beginnen, falls Washington die Blockade iranischer Häfen aufhebt, zitierte ihn die Agentur Tasnim. Zu den Bedingungen zählen auch die Aufhebung der Sanktionen gegen iranisches Öl und eine Waffenruhe an allen Fronten. „Unsere Bedingungen sind fair“, so Araghtschi.
Nach Angaben der britischen Seehandelsstelle UKMTO wurden seit vergangenem Sonntag mindestens zehn Schiffe in oder nahe der Meerenge angegriffen – die höchste Zahl in einer Woche seit Kriegsbeginn im Februar. Seit Anfang Oktober zählte UKMTO 23 Angriffe, fast doppelt so viele wie im Durchschnitt.
Araghtschi warf Israels Premier Benjamin Netanjahu vor, er treibe „Amerika in einen weiteren Krieg, um nicht ins Gefängnis zu müssen“. US-Präsident Donald Trump sagte, Russland tue „sehr wenig, wenn überhaupt etwas“, um Iran zu helfen.
