Love-Scamming: Polizei in Nigeria und Hongkong warnt vor Betrug mit Gefühlen
Nigerias Polizei warnt vor Romance-Scams und Erpressung mit Fotos. In Hongkong verlor ein Rentner fast 7 Millionen HK-Dollar an eine Online-„Beziehung“ – getroffen hat er die Person nie.

Symbolbild · Foto: Ceeseven / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Die Polizei in Nigeria hat vor Liebesbetrug im Internet und Erpressung mit intimen Fotos gewarnt, wie der Sender Nigeria Info FM am 18.10.2026 berichtete. Akaninyene Ezima, Assistant Inspector-General der Polizei und Leiter des Nationalen Cybercrime-Zentrums, sprach am 17. Oktober in Abuja bei einer Aktion zur Cybersicherheit. „Es geht vor allem um Aufklärung“, sagte er. Die Polizei rät, persönliche Daten, Fotos und Finanzinformationen zu schützen und Angebote zu prüfen, bevor Geld fließt.
Wie teuer solcher Betrug werden kann, zeigt ein Fall aus Hongkong: Ein Rentner in seinen Sechzigern verlor in weniger als 300 Tagen fast 7 Millionen Hongkong-Dollar, berichtete Dimsum Daily am 15.10.2026. Eine Person mit attraktivem Profilfoto gab sich als Geschäftsfrau oder -mann aus Singapur aus, meldete sich angeblich versehentlich per WhatsApp und erfand immer neue Notlagen – Unfall, Krankenhaus, Geldprobleme. Getroffen haben sich die beiden nie; der Mann überwies mehr als 150-mal Geld.
Laut Hongkonger Polizei wurden binnen zwei Wochen mehr als 40 Fälle von Liebesbetrug mit einem Schaden von über 14 Millionen Hongkong-Dollar registriert. Die Polizei rät: Identität von Online-Bekanntschaften prüfen, bei Schmeicheleien nüchtern bleiben und den Kontakt sofort abbrechen, wenn um Darlehen oder Überweisungen gebeten wird. Wiederholte Notfälle seien ein typisches Warnzeichen.
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