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Dritte Form des Magnetismus: Entdecker des Altermagnetismus erhalten Europhysik-Preis

Über 100 Jahre kannte die Physik zwei Arten von Magnetismus. Drei Physiker aus Deutschland, Tschechien und Großbritannien werden für die Entdeckung einer dritten ausgezeichnet.

Archivbild: Naturwissenschaftliche Fakultät der Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Archivbild · Foto: Schiplagerheide / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Den Europhysics Prize 2026 der Europäischen Physikalischen Gesellschaft erhalten Jairo Sinova von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Libor Šmejkal von zwei Max-Planck-Instituten und dem Physikinstitut der Tschechischen Akademie der Wissenschaften sowie Tomas Jungwirth vom selben Institut und der Universität Nottingham. Gewürdigt wird die Entdeckung des Altermagnetismus – einer dritten Klasse des kollinearen Magnetismus neben Ferro- und Antiferromagnetismus.

In Altermagneten heben sich die magnetischen Momente auf, sodass wie bei Antiferromagneten keine Gesamtmagnetisierung entsteht. Ihre Elektronen können aber Eigenschaften zeigen, die bisher Ferromagneten vorbehalten waren, etwa stark spinpolarisierte Ströme. Damit könnten Altermagnete für eine neue Generation spintronischer Bauteile wertvoll sein und künftige Informationstechnik beschleunigen.

Eine Symmetrie-Klassifikation von 2022 identifizierte Hunderte Kandidatenmaterialien, binnen weniger Jahre erschienen Hunderte Fachartikel. Sinova spricht von „einer fundamentalen Entdeckung, die eines der etabliertesten Paradigmen infrage stellte“. Der Preis wird seit 1975 vergeben.

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