BSW streitet über AfD-Nähe: Parteiflügel fordert „Neustart“ in Dresden
Ein Flügel um Vorstandsmitglied Ralf Krämer nennt jede Nähe zur AfD inakzeptabel und will auf dem Bundesparteitag Ende November einen Neustart.

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)
Im Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) spitzt sich der Streit über den Umgang mit der AfD zu. Ein Flügel um Bundesvorstandsmitglied Ralf Krämer erklärt, „jede Art von Kumpanei und Verbrüderung mit der AfD“ sei inakzeptabel, wie die „taz“ berichtet. Die Gruppe will auf dem Bundesparteitag Ende November in Dresden einen „Neustart“.
Anlass ist ein gemeinsames Dinner von BSW- und AfD-Vertretern bei einer Veranstaltung des rechtsextremen Magazins „Compact“ in Sachsen-Anhalt. Niedersachsens BSW-Chef Holger Onken nannte das Verhalten ein „Desaster“. Claudia Wittig, prominenteste BSW-Politikerin im Land, räumte einen Fehler ein: „So etwas wird sich nicht wiederholen.“ Generalsekretär Oliver Ruhnert nannte die Bilder „nicht gut“, den Vorwurf der Nähe zu völkisch-nationalen Positionen aber „völligen Humbug“.
Laut Leitantrag der Parteispitze werden sich die fünf BSW-Abgeordneten in Sachsen-Anhalt bei der Ministerpräsidentenwahl im Dezember enthalten und AfD-Kandidat Ulrich Siegmund nicht wählen. Teile der Parteijugend wollen nach Angaben des früheren stellvertretenden Bundesvorsitzenden Marlon Borchers jedoch mit der AfD-Jugend zusammenarbeiten.
