Stojanow: Bulgarien will dem Nato-Programm zur Drohnenabwehr beitreten
Ein Schreiben ans Nato-Hauptquartier soll bis Ende Oktober rausgehen. Das erste neue 3D-Radar kommt erst 2028, eine Rückkehr der Wehrpflicht ist kein Thema.

Archivbild · Foto: Unknown authorUnknown author / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Bulgarien will bis Ende Oktober in einem Schreiben an das Nato-Hauptquartier erklären, dass es dem Drohnenabwehrprogramm des Bündnisses beitreten möchte. Das sagte Verteidigungsminister Dimitar Stojanow in der BNT-Sendung „Denjat sapotschwa s Georgi Ljubenow“. Laut BNT hatte das Land eine Teilnahme an dem Projekt vor etwa einem Monat noch abgelehnt.
Stojanow kündigte an, dass alliierte Flugzeuge auf bulgarischem Gebiet stationiert werden. Die Gewässer würden mit Land- und Luftstreitkräften geschützt, da der Vertrag von Montreux Kriegsschiffen die Einfahrt ins Schwarze Meer verwehrt. Er kritisierte Verzögerungen bei der Luftraumüberwachung: Nach einem Plan von 2023 werde das erste 3D-Radar erst 2028 erwartet.
Eine Rückkehr der Wehrpflicht schloss der Minister aus – dafür fehle das Geld, und in den nächsten fünf bis zehn Jahren sei sie nicht zu erwarten. Das Ministerium schlägt für das kommende Jahr Verteidigungsausgaben von 2,33 Prozent des BIP vor. Der Kommandeur der Spezialkräfte, Brigadegeneral Boschidar Bojkow, nannte die langen Beschaffungsverfahren eine große Herausforderung.
