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Putin stellt Russland-Töchter von fünf westlichen Firmen unter Zwangsverwaltung

Betroffen sind unter anderem der Bodenbelaghersteller Tarkett, der Windelproduzent Ontex und der deutsche Verpackungshersteller Menshen. Kremlsprecher Peskow spricht von der Fortsetzung eines Trends.

Symbolbild: Moskauer Kreml

Symbolbild · Foto: A.Savin / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat per Dekret die russischen Geschäfte von fünf westlichen Unternehmen unter vorübergehende Verwaltung gestellt. Nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur TASS übernimmt die Verwaltungsgesellschaft Center Capital die Kontrolle. Betroffen sind 100 Prozent der Anteile an Tarkett Sommer des Bodenbelagherstellers Tarkett, 100 Prozent an Ontex RU des belgischen Hygieneartikelherstellers Ontex sowie Anteile an Menshen Packaging CIS des deutschen Verpackungsherstellers Georg Menshen.

Außerdem erfasst das Dekret Eviosys Packaging Kuban, die einer niederländischen Einheit von Sonoco gehört, sowie 12.565 Aktien von Kappa Rus, die laut der Agentur Interfax früher zum irischen Konzern Smurfit Kappa gehörte. Gründe oder eine Dauer nennt das Dekret laut TASS nicht. Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach nach einem Bericht der Rio Times von der Fortsetzung eines Trends. Stellungnahmen der betroffenen Firmen lagen zunächst nicht vor.

Rechtsgrundlage ist ein Präsidialerlass vom April 2023, auf dessen Basis Moskau bereits die Russland-Töchter von Uniper und Fortum sowie 2023 Danone Russland und die Brauerei Baltika, an der Carlsberg beteiligt war, unter staatliche Kontrolle stellte. Danone und Baltika wurden später im Zuge von Verkäufen wieder von der Liste genommen. 2026 folgten bereits mehrere ähnliche Dekrete, darunter Ende September eines zu den russischen Einheiten des Handelskonzerns Metro.

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