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Urgewald listet 134 Schiffe für russisches Gas auf – Kritik an Trumps Sanktionsstopp

Die NGO nennt alle Tanker, die seit 2022 russisches Flüssiggas transportiert haben. Einer lieferte jüngst nach Dünkirchen. Die EU ist größter Abnehmer.

Symbolbild: LNG-Tanker

Symbolbild · Foto: Gordon Leggett / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die Nichtregierungsorganisation Urgewald hat eine Liste von 134 Schiffen veröffentlicht, die seit Beginn der russischen Großinvasion 2022 russisches Flüssiggas (LNG) transportiert haben sollen. Nach den Daten, die dem Kyiv Independent vorlagen, beförderten sie mehr als 150 Millionen Tonnen. Seit Unterzeichnung des US-Sanktionsgesetzes am 18. September bis zum 15. Oktober seien 42 Tanker mit russischem Gas unterwegs gewesen; die „Clean Horizon“ lieferte ihre Ladung von Jamal in den französischen Hafen Dünkirchen.

Präsident Trump hatte am 16. Oktober die Strafmaßnahmen des nach dem verstorbenen Senator Lindsey Graham benannten Gesetzes weitgehend ausgesetzt, zwei Tage vor deren Inkrafttreten. Urgewald-Kampagner Alexander Kirk sagte, Trump habe das Gesetz ausgehöhlt, bevor die Sanktionen greifen konnten, und sprach von einer „Rettungsleine“ für Putin. „Europa muss jetzt dringend handeln. Sanktioniert die Tanker“, forderte Kirk.

Laut der Denkfabrik CREA ist die EU der größte Käufer russischen LNG vor China, Japan und Südkorea. Nach Urgewald-Angaben zahlte die EU in den ersten neun Monaten 2026 rund 7,88 Milliarden Euro für Gas aus dem arktischen Projekt. Ab Januar 2027 plant die EU ein vollständiges Importverbot.

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