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Ukraine wirft russischen Soldaten Tötung von Kriegsgefangenen vor

An der Front bei Huljajpole sollen zwei unbewaffnete Gefangene getötet worden sein. Kiew beruft sich auf abgefangenen Funkverkehr. Eine russische Stellungnahme lag nicht vor.

Symbolbild: Militärische Schützengräben in der Region Saporischschja (2024)

Symbolbild · Foto: ArmyInform / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das ukrainische Militär wirft russischen Truppen vor, an der Front bei Huljajpole in der Region Saporischschja ukrainische Kriegsgefangene getötet zu haben. Maksym Krawtschuk, Sprecher der Südgruppe der Streitkräfte, sagte der Ukrajinska Prawda, man habe Funkverkehr russischer Soldaten abgefangen, in dem angeordnet worden sei, verwundete ukrainische Soldaten zu töten. Nach Einschätzung ukrainischer Stellen wurden mutmaßlich zwei unbewaffnete Gefangene getötet. Der Vorfall soll sich einige Tage vor der Veröffentlichung ereignet haben.

Nach Krawtschuks Angaben gehören die Soldaten mutmaßlich der 38. Motorisierten Schützenbrigade an; er behauptete, derartige Befehle gingen auf deren Kommandeur zurück. Die Aufnahmen seien den Strafverfolgungsbehörden übergeben worden. Unabhängig überprüfbar waren die Vorwürfe nicht, eine Reaktion Moskaus lag zunächst nicht vor. Die Tötung von Kriegsgefangenen ist nach den Genfer Konventionen verboten und ein Kriegsverbrechen.

Nach Angaben des ukrainischen Menschenrechtsbeauftragten Dmytro Lubinez vom August haben russische Truppen seit Beginn der Großinvasion mindestens 345 ukrainische Soldaten getötet, die sich ergeben hatten. Im November 2025 bestätigte die ukrainische Generalstaatsanwaltschaft die Erschießung von fünf Kriegsgefangenen nahe dem Dorf Selenyj Hai.

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