Selenskyj warnt: Russland könnte Westukraine verstärkt aus Belarus angreifen
Moskau nutze bereits Signalverstärker für Drohnen in Belarus, so der ukrainische Präsident. Er spricht von einer „direkten Beteiligung“ des Nachbarlands am Krieg.

Archivbild · Foto: Dati Bendo / European Union, 2025 / EC - Audiovisual Service / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat davor gewarnt, dass Russland Belarus stärker für Raketen- und Drohnenangriffe auf die Westukraine nutzen könnte. Russland setze in Belarus bereits Repeater für Drohnensignale ein, sagte er am Samstag. Kremlchef Putin brauche die Zustimmung von Machthaber Lukaschenko, um dort weitere ballistische Raketen zu stationieren. Selenskyj sprach von einer „direkten Beteiligung von Belarus an diesem Krieg“, die auch für Belarus „sehr gefährlich“ sei.
Der Sprecher des ukrainischen Grenzschutzes, Andrij Demtschenko, berichtete, Technik in Belarus leite oder verstärke Signale für Schahed- und Geran-Drohnen auf dem Weg in die Westukraine und das Grenzgebiet zu Polen. Militärgeheimdienstchef Oleh Iwaschtschenko hatte im September erklärt, Einheiten der 101. Raketenbrigade mit dem Mittelstreckensystem Oreschnik seien nach Belarus verlegt worden. Unabhängig überprüfbar waren die Angaben nicht.
In den vergangenen Tagen trafen russische Angriffe die Regionen Wolhynien, Riwne und Lwiw mit Toten, Verletzten und großflächigen Stromausfällen. Selenskyj kündigte an, die Luftverteidigung landesweit auszubauen, nach Bedrohungslage zu verteilen und die Produktion von Abwehrsystemen auszuweiten.
