Netanjahu lässt weitere Iran-Angriffe offen – Trump: US-Truppen bleiben womöglich länger
Israels Premier nennt Irans Führung eine Gefahr, die zurückkehre, solange sie nicht beseitigt sei. Trump sagt, die USA müssten sicherstellen, dass Iran „nicht zurückkommt“.

Archivbild · Foto: The White House / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)
Zehn Tage vor der Parlamentswahl in Israel hat Premierminister Benjamin Netanjahu weitere militärische Schritte gegen Iran offengelassen. Die Führung in Teheran sei eine Bedrohung, die zurückkehren werde, solange sie nicht beseitigt sei, sagte er nach einem Bericht von Iran International am Samstag dem Sender i24News: „Wenn man dieses Regime in Iran nicht beseitigt, wird es zurückkommen.“ Zugleich warf er Iran, der Hisbollah und der Hamas vor, die Wahl am 27. Oktober beeinflussen zu wollen.
US-Präsident Donald Trump sagte laut Iran International bei einer Wahlkampfveranstaltung in Kentucky, die USA hätten Iran militärisch besiegt und dessen nukleare Fähigkeiten zerstört. Amerikanische Streitkräfte könnten länger in der Region bleiben: „Wir müssen sicherstellen, dass es nicht zurückkommt.“ Der Sprecher der Revolutionsgarden, Hossein Mohebbi, kritisierte die Bezeichnung „Mutter aller Bomben“ für die US-Bombe GBU-43/B, deren Einsatz bei möglichen neuen Angriffen laut US-Medien erwogen wird, als Zeichen einer „barbarischen Zivilisation“.
Das iranische Außenministerium teilte mit, die Grenzübergänge nach Pakistan seien wegen technischer Probleme und aus Vorsicht vorübergehend geschlossen. Vizepräsident Mohsen Esmaeili forderte, Iran müsse angesichts der Einschränkungen auf See seine Abhängigkeit von den Häfen im Süden rasch verringern.
