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Wut über Winterplanung: Demonstranten fordern Klitschkos Rücktritt

Vor dem Kiewer Stadtrat protestierten Bürger gegen Stromausfälle, Wasserprobleme und fehlende Schutzräume. Klitschko gibt der Zentralregierung die Schuld.

Vor dem Kiewer Stadtrat haben am Samstag Bürgerinnen und Bürger den Rücktritt von Bürgermeister Vitali Klitschko gefordert, der seit 2014 im Amt ist. Die Organisatoren kritisierten Sicherheit, Nahverkehr, Korruption, den Umgang mit Kulturerbe und die Finanzen der Stadt. Seit Russland Ende September seine Angriffe auf die Energieversorgung wieder aufnahm, kommt es in Kiew erneut zu Strom- und Wasserausfällen. Serhij Horkuzenko vom Wasserversorger Kyivvodokanal sagte, das gesamte elektrische System der Wasserversorgung stamme aus den 1970er-Jahren.

Laut Finanzministerium wurden Kiew 2026 mehr als 2,3 Milliarden Dollar für die Wintervorbereitung zugewiesen, bis 1. September aber nur 51,1 Prozent ausgegeben. Klitschko hatte im September 40 bis 50 mobile Schutzräume an Haltestellen angekündigt; der erste und bislang einzige wurde am 15. Oktober aufgestellt. Präsident Selenskyj hatte am 13. Oktober gesagt, fast alle anderen Regionen setzten Schutzpläne besser um als die Hauptstadt.

Klitschko hatte die Kritik am 14. Oktober zurückgewiesen und gefragt: „Wo ist die Luftverteidigung der Hauptstadt?“ Kiews Stromnetz sei in diesem Jahr fast 50 Mal getroffen worden. Abgesetzt werden kann der gewählte Bürgermeister nicht; Selenskyj könnte ihm aber den Vorsitz der Stadtverwaltung entziehen.

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