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18,5 Millionen Tickets per Bot? US-Justiz verklagt Wiederverkäufer

Das US-Justizministerium wirft der Firma REPS & Co vor, Kauflimits bei mindestens 83.000 Events umgangen zu haben – darunter Konzerte von Beyoncé und Pitbull. Der Gewinn soll über 120 Millionen Dollar betragen.

Symbolbild: Publikum bei einem Stadionkonzert

Symbolbild · Foto: Andrew King / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das US-Justizministerium hat das in San Diego ansässige Unternehmen REPS & Co verklagt. Die Firma soll mit Bots und anderen Methoden Ticketlimits bei mindestens 83.000 Veranstaltungen umgangen haben, wie Rolling Stone am 16. Oktober 2026 berichtete. Laut der 22-seitigen Klage gab das Unternehmen mehr als 1,3 Milliarden Dollar für insgesamt 18,5 Millionen Tickets aus – für Konzerte, Broadway-Shows und College-Sport. Eine Stellungnahme von REPS lag zunächst nicht vor; es gilt die Unschuldsvermutung.

Die Karten sollen anschließend mit Aufschlag über Plattformen wie StubHub, Vivid Seats, SeatGeek, Gametime und das Resale-Portal von Ticketmaster weiterverkauft worden sein; der Gewinn lag laut Klage bei mindestens 120,8 Millionen Dollar. Als Beispiel nennen die Staatsanwälte ein Konzert der „Renaissance“-Tour von Beyoncé am 1. Oktober 2023 im Arrowhead Stadium: Mindestens 1.300 Accounts sollen dort 7.624 Tickets gekauft haben, obwohl das Limit bei vier bis acht Karten lag.

Bei einem Pitbull-Konzert am 7. September 2024 in Syracuse sollen mindestens 700 Accounts 5.430 Tickets erworben haben – fast ein Drittel der Kapazität. Die Klage stützt sich auf den BOTS Act (Better Online Ticket Sales Act), der das technische Umgehen von Ticketlimits verbietet. Das Ministerium sei entschlossen, „Einzelpersonen und Unternehmen zur Rechenschaft zu ziehen“, wird der stellvertretende US-Generalstaatsanwalt Brett A. Shumate zitiert; man werde den BOTS Act in enger Zusammenarbeit mit der FTC weiter durchsetzen.

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