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Abhörgerät im Chefetagen-Konferenzraum: FBI nimmt OpenAI-Ingenieur fest

Hinter einem Fernseher bei OpenAI steckte ein Aufnahmegerät. Ein Mitarbeiter soll es versteckt haben – er ist angeklagt und entlassen. Hinweise auf abgeflossene Daten gibt es nach Firmenangaben nicht.

Archivbild: Bürogebäude 1515 Third Street in San Francisco, 2025 Sitz der OpenAI-Zentrale

Archivbild · Foto: Coolcaesar / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Die US-Bundespolizei FBI hat einen Ingenieur von OpenAI festgenommen, der in einem Konferenzraum der Firmenleitung ein Abhörgerät versteckt haben soll. Das US-Justizministerium machte den Fall am Dienstag öffentlich. Laut Anklage wird ihm der Versuch vorgeworfen, mündliche Gespräche mit einem elektronischen Gerät abzufangen; bei einer Verurteilung drohen bis zu fünf Jahre Haft. Für den 19. Oktober ist eine Anhörung über die Untersuchungshaft angesetzt. Sein Anwalt betonte, für seinen Mandanten gelte die Unschuldsvermutung.

Mitarbeiter hatten das Gerät nach den Berichten von CBS News und Fortune am 30. September entdeckt – eingesteckt in den USB-Anschluss auf der Rückseite eines Fernsehers, versteckt in Toilettenpapier. In dem Raum wurden laut FBI häufig vertrauliche technische, geschäftliche und strategische Fragen besprochen. Am 5. Oktober soll der Mann den Raum erneut betreten und hinter den Fernseher geschaut haben; in seiner Tasche fand der Sicherheitsdienst demnach ein weiteres Aufnahmegerät.

OpenAI schaltete das FBI ein und hat den Mitarbeiter entlassen. Das Unternehmen erklärte, es gebe keine Hinweise darauf, dass er Modellgewichte, Quellcode oder Kundendaten unrechtmäßig abgerufen oder abgezogen habe. FBI-Direktor Kash Patel bezeichnete den Schutz amerikanischer Superintelligenz als eine der höchsten Prioritäten der Spionageabwehr; die Ermittlungen dauern an.

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