Cyberangriff auf Ahold Delhaize: Handelsriese fährt Systeme schrittweise wieder hoch
Nach einem IT-Sicherheitsvorfall hatte der niederländisch-belgische Lebensmittelkonzern Teile seines Netzes abgeschaltet. Lieferungen und Online-Bestellungen waren betroffen, die Läden blieben offen.

Symbolbild · Foto: Donald Trung Quoc Don / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Der Lebensmittelhändler Ahold Delhaize hat nach einem Cyberangriff Teile seiner IT vom Netz genommen. Das Unternehmen sprach von einem Sicherheitsproblem in seinem Netzwerk; die Systeme seien zu ihrem Schutz abgeschaltet worden. Der Konzern betreibt nach Angaben von BleepingComputer mehr als 9.400 Geschäfte in Europa, den USA und Indonesien. Zu ihm gehören Ketten wie Albert Heijn in den Niederlanden und Delhaize in Belgien.
Nach Berichten lokaler Medien, auf die sich SecurityWeek beruft, waren Lieferungen und Online-Bestellungen bei Albert Heijn und Delhaize gestört. In den USA klagten laut BleepingComputer Beschäftigte der Kette Stop & Shop über Probleme beim Zugriff auf Dienstpläne. Die Läden blieben nach Konzernangaben geöffnet, die Auswirkungen unterschieden sich je nach Marke.
Am Dienstag teilte Ahold Delhaize mit, es habe mit einem kontrollierten Neustart einzelner Systeme begonnen; einen Zeitplan nannte das Unternehmen nicht. Behörden seien informiert, Hinweise auf einen Diebstahl von Kunden- oder Mitarbeiterdaten gebe es bislang nicht. Ob der Vorfall mit dem jüngsten Hackerangriff auf Kühlanlagen in Hunderten Supermärkten in Europa zusammenhängt, ist unklar.
