Zehntausende bei Klimamarsch in Brüssel – EU-Umweltminister beraten über COP31
Laut Polizei zogen 45.000 Menschen durch Brüssel. Heute legen die Umweltminister in Luxemburg die EU-Linie für die Klimakonferenz in Antalya fest.
Foto: Bence Damokos / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
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In Brüssel haben am Sonntag nach Polizeiangaben rund 45.000 Menschen für mehr Klimaschutz demonstriert, die Veranstalter sprachen von etwa 60.000. Zu dem Marsch in Richtung der EU-Institutionen hatte das Bündnis Climate Coalition aufgerufen, unterstützt unter anderem von der flämischen Grünen-Partei Groen. Zu den fünf Forderungen gehören laut Euronews ein Ende der Subventionen für fossile Brennstoffe, mehr Grünflächen, ein gerechter Übergang, mehr Unterstützung beim Umstieg und mehr internationale Zusammenarbeit.
Groen-Vorsitzende Aimen Horch verwies auf Todesfälle während der Hitzewellen im Sommer und auf Waldbrände im Hohen Venn; die Dringlichkeit sei „nicht verschwunden“. Hintergrund ist die UN-Klimakonferenz COP31 im November im türkischen Antalya. Belgien verzeichnete während der Hitzewellen in diesem Sommer eine beispiellose Übersterblichkeit. Die Erwartungen gelten als gering, auch weil sich die USA unter Präsident Donald Trump aus dem Prozess zurückgezogen haben, berichtet Euronews.
Am Montag treffen sich die EU-Umweltministerinnen und -minister in Luxemburg. Sie sollen laut Rat Schlussfolgerungen zur EU-Position für die COP31 und für die Biodiversitätskonferenz COP17 billigen, die vom 19. bis 30. Oktober im armenischen Eriwan stattfindet. Zudem steht eine Grundsatzdebatte über die Reform des Emissionshandels an, die die Kommission im Juli als Teil der Umsetzung des Klimaziels für 2040 vorgeschlagen hatte.
