Serbien weist Leiter des bulgarischen Instituts „Westliche Randgebiete“ ab
Angel Dschonew wollte zum Jubiläum des bulgarischen Kulturzentrums in Bosilegrad. Die Einreisesperre begründet Belgrad mit einer „Bedrohung der nationalen Sicherheit“.

Archivbild · Foto: Vassia Atanassova - Spiritia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 3.0 (zugeschnitten und skaliert)
Serbien hat dem Vorsitzenden des bulgarischen Forschungsinstituts „Westliche Randgebiete“, Angel Dschonew, die Einreise verweigert. Nach eigenen Angaben wurde er am Grenzübergang Ribarci rund eine Stunde festgehalten und erhielt dann ein Einreiseverbot. Laut der Nachrichtenagentur BTA wurde darin eine „Bedrohung der nationalen Sicherheit“ angeführt.
Dschonew war auf dem Weg nach Bosilegrad, wo am Abend der 28. Jahrestag des Bulgarischen Kultur- und Informationszentrums gefeiert wurde. Zuvor war bereits Vorstandsmitglied Valentin Janew im August und im September an der serbischen Grenze abgewiesen worden. Dschonew sagte, er sei schon unter Slobodan Milošević dreimal zurückgeschickt worden. In den „Westlichen Randgebieten“ im Südosten Serbiens lebt eine bulgarische Minderheit; Bulgarien verlor die Gebiete 1919 im Vertrag von Neuilly.
Dschonew brachte den Schritt mit bevorstehenden Wahlen in Serbien in Verbindung und erwartet eine deutliche Reaktion der bulgarischen Behörden. Solche Maßnahmen könnten der Minderheit und den bilateralen Beziehungen schaden. Eine offizielle Stellungnahme aus Sofia oder Belgrad wurde in den Berichten von BNT und BTA nicht genannt.
