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EU und Kanada schließen „Allianz für die Zukunft“ – Rohstoffe, LNG und Digitalhandel

Bei einem Gipfel in Montreal haben EU und Kanada eine engere Partnerschaft vereinbart. Im Mittelpunkt stehen kritische Rohstoffe, Energie und künstliche Intelligenz – vor dem Hintergrund von US-Zöllen.

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Foto: Dati Bendo / European Union / Wikimedia Commons, CC BY 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Video: YouTube · Reuters · youtube.com

Die Europäische Union und Kanada vertiefen ihre strategische Partnerschaft. Das wurde auf einem zweitägigen Gipfel in Montreal vereinbart, der am Freitag endete. Beide Seiten nennen die Initiative eine „Allianz für die Zukunft“ – sie umfasst Sicherheit und Verteidigung, Wirtschaftswachstum, nachhaltige Entwicklung und Kontakte zwischen den Menschen. Laut der Nachrichtenagentur BTA sollen Möglichkeiten für den Export von kanadischem Flüssigerdgas (LNG) nach Europa geprüft und das Atomkooperationsabkommen zwischen Kanada und Euratom modernisiert werden.

Bei kritischen Rohstoffen will die EU europäische Investitionen in kanadische Lagerstätten erleichtern, mit Schwerpunkt auf Seltenen Erden. Nach EU-Angaben stiegen die Einfuhren solcher Rohstoffe aus Kanada zwischen 2024 und 2025 um 62 Prozent. Der Handel mit Waren und Dienstleistungen wuchs zwischen 2016 und 2025 um 80 Prozent. Geplant ist ein neues Abkommen über digitalen Handel. Das Freihandelsabkommen CETA wird seit 2017 nur vorläufig angewendet, weil nicht alle Mitgliedstaaten es ratifiziert haben.

Laut AFP beteiligt sich Kanada am 90-Milliarden-Euro-Kredit der EU für die Ukraine, zunächst mit 500 Millionen Euro. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sagte, Kanada könne wegen seiner geografischen Lage kein vollwertiges EU-Mitglied werden, die EU wolle das Land aber „so nah wie möglich“ heranholen. Beide Seiten sind laut AFP von US-Zöllen und territorialen Drohungen aus Washington betroffen.

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