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Liebesbetrug mit Gutscheinkarten: Polizei Osthessen warnt nach Fall in Kalbach

Eine Frau aus Kalbach schickte monatelang Codes von Gutscheinkarten an einen angeblichen Verehrer. Die Polizei warnt vor Love-Scamming über Messenger und nennt typische Warnzeichen.

Symbolbild: Gutscheinkarten an einem Ständer im Supermarkt

Symbolbild · Foto: 3df / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)

Das Polizeipräsidium Osthessen hat vor sogenanntem Love-Scamming gewarnt, dem Betrug mit vorgetäuschter Liebe. Anlass ist ein Fall aus der Gemeinde Kalbach: Zwischen dem 28. Juni und dem 26. Oktober erhielt eine Frau über verschiedene Messenger-Dienste Nachrichten von einer Person, die vorgab, in sie verliebt zu sein, und immer wieder Geld forderte. Die Frau kaufte Gutscheinkarten und schickte die Codes an die Täter. Erst später erkannte sie, dass sie betrogen worden war. Zur Schadenshöhe machte die Polizei keine Angaben.

Die Polizei nennt typische Merkmale: Der erste Kontakt kommt oft über soziale Medien oder Dating-Plattformen zustande, die Betrüger schreiben meist in gutem Englisch oder Deutsch und überhäufen ihre Opfer schon früh mit Komplimenten und überschwänglichen Liebesbekundungen. Männliche Scammer tragen auf Fotos oft Uniformen, weibliche locken mit attraktivem Aussehen.

Bei Verdacht rät die Polizei, nicht auf Forderungen einzugehen und auf keinen Fall Geld zu überweisen, alle Mails und Chats als Beweis zu sichern, Anzeige zu erstatten und den Kontakt abzubrechen. Wurden bereits Codes weitergegeben, sollte man laut dem Portal Verbraucherschutzforum möglichst schnell den Anbieter der Gutscheinkarte informieren. „Sprechen Sie offen über das Geschehene, jeder kann Opfer werden“, appelliert die Polizei.

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Rechts-, Steuer-, Finanz- oder medizinische Beratung. Angaben mit dem genannten Datenstand.

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