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Kühlen ohne Klimagas: KIT-Übersicht zeigt, wie weit kalorische Kühlgeräte schon sind

Materialien, die sich unter Magnetfeld, Strom, Druck oder Zug erwärmen, könnten Klimaanlagen ohne schädliche Kältemittel ermöglichen. Eine Übersicht in „Nature Energy“ nennt erste Prototypen mit über 3 Kilowatt.

Titelgrafik: Kühlen ohne Klimagas: kalorische Kühlgeräte

Grafik: TERRA WORLD NEWS (eigene Darstellung nach den genannten Quellen)

Klimaanlagen und Kühlschränke arbeiten heute meist mit Kältemitteln, die stark zur Erderwärmung beitragen können. Eine Alternative ist die sogenannte kalorische Kühlung: Bestimmte Materialien erwärmen sich, wenn ein Magnetfeld, ein elektrisches Feld, Druck oder Zug auf sie wirkt, und kühlen ab, sobald der Reiz wegfällt. Geräte nutzen diesen Effekt, um Wärme zu transportieren – ähnlich wie ein Kühlschrank.

Ein Team um Dr. Jingyuan Xu vom Institut für Mikrostrukturtechnik des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hat mit internationalen Partnern den Stand der Technik in einem Übersichtsartikel in der Fachzeitschrift „Nature Energy“ zusammengefasst (DOI 10.1038/s41560-026-02143-1), veröffentlicht am 30. Oktober. Demnach erreichen Systeme auf Magnetfeldbasis bereits mehr als 3 Kilowatt Kühlleistung, mechanisch angetriebene Prototypen mehr als 1 Kilowatt.

„Sie benötigt keine Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial“, sagt Xu über die Technik. „Das Material kann im Labor große Temperaturänderungen zeigen“, sagt Erstautor Dr. Nun Wang – entscheidend sei aber, wie effizient sich der Effekt im Gerät zum Kühlen nutzen lässt. Laut Xu wird die Technik zunächst dort interessant, wo herkömmliche Kühlung an praktische Grenzen stößt. Der Energiebedarf für die Raumkühlung dürfte sich laut KIT bis 2050 mehr als verdoppeln.

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