Rumänien: Antikorruptionsbehörde prüft Ausschreibung über mehr als 5 Milliarden Lei
Die DNA untersucht die Vergabe der Schnellstraße Bacău–Piatra Neamț. Das Verfahren läuft „in rem“ – Verdächtige gibt es bislang nicht. Ein günstigeres Angebot war zunächst abgelehnt worden.

Symbolbild · Foto: Nenea hartia / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0 (zugeschnitten und skaliert)
Rumäniens Nationale Antikorruptionsdirektion (DNA) prüft die Ausschreibung für die Schnellstraße Bacău–Piatra Neamț – rund 51 Kilometer, die Piatra Neamț an die Autobahn A7 anbinden sollen. Die Pressestelle der DNA bestätigte ein Verfahren „in rem“, also zum Sachverhalt und nicht gegen bestimmte Personen. Es würden „derzeit Überprüfungen“ vorgenommen, und es gehe „tatsächlich um die Ausschreibung“, zitierte das Portal Economedia die Behörde. Verdächtige oder Beschuldigte gibt es nicht.
Im Dezember 2025 hatte die Straßenbaubehörde CNIR einen Verbund unter Führung der Baufirma Danlin XXL mit einem Angebot von rund 5,17 Milliarden Lei ohne Mehrwertsteuer zum Sieger erklärt. Ein Verbund unter Führung von Precon Transilvania hatte rund 4,57 Milliarden Lei geboten – etwa 600 Millionen weniger –, wurde aber als ungewöhnlich niedrig abgelehnt. Nach einer Klage ordnete das Berufungsgericht Bukarest eine Neubewertung an und wies am 1. Oktober 2026 die Beschwerde von Danlin XXL endgültig ab.
CNIR-Sprecher Alexandru Lancuzov sagte, das Verfahren laufe noch, das Gesetz verbiete Details, solange es nicht öffentlich sei. Precon erklärte, sein Angebot werde gemäß dem Gerichtsbeschluss neu bewertet. Laut rumänischen Medien führt die DNA seit Anfang 2026 zudem ein separates Verfahren „in rem“ zu einem Vertrag von Danlin XXL mit dem Kreisrat Bacău.
