Schutz vor Drohnen und Marschflugkörpern: Bulgarien tritt NATO-Initiative bei
Verteidigungsminister Dimitar Stojanow unterzeichnete die Beitrittsnote zu einem Projekt gegen tief fliegende Bedrohungen unter 150 Metern. Die Teilnahme kostet 220.000 Euro im Jahr.

Symbolbild · Foto: Dennis G. Jarvis / Wikimedia Commons, CC BY-SA 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Verteidigungsminister Dimitar Stojanow hat am Freitag eine Note über den Beitritt Bulgariens zu einer NATO-Initiative unterzeichnet, die Fähigkeiten zur Abwehr tief fliegender Bedrohungen aus der Luft entwickeln soll. Das Land schließt sich einer Kooperationsvereinbarung der Verteidigungsminister Belgiens, Dänemarks, Finnlands, Griechenlands, Rumäniens, Schwedens und der Türkei an. Ziel ist ein wirksamerer Schutz vor Bedrohungen in weniger als 150 Metern Höhe – Marschflugkörpern, unbemannten Fluggeräten und Gleitbomben.
Das Projekt umfasst das Erkennen, Identifizieren, Verfolgen und Abwehren solcher Bedrohungen und soll in zwei Richtungen laufen: gemeinsame Beschaffung und gemeinsamer Aufbau von Fähigkeiten. Die NATO-Unterstützungs- und Beschaffungsagentur NSPA wird den Markt sondieren und einen Katalog vorhandener und bald einsatzbereiter Technologien erstellen; die bulgarische Industrie kann dort ihre Produkte vorstellen.
Der Ministerrat hatte den Beitritt Anfang der Woche gebilligt, die Note geht nun zur Ratifizierung an die Nationalversammlung. Nach Angaben Stojanows läuft das Projekt drei Jahre und erfordert einen verpflichtenden Jahresbeitrag von 220.000 Euro.
