Der erste von sieben: Bulgarien übernimmt von Belgien den Minenjäger „Bris“
In Zeebrugge wurde auf dem früheren belgischen Schiff „Bellis“ die bulgarische Marineflagge gehisst. Es ist der erste von sieben Minenjägern der Tripartite-Klasse für die Marine.

Archivbild · Foto: Mark Harkin / Wikimedia Commons, CC BY 2.0 (zugeschnitten und skaliert)
Auf dem Marinestützpunkt im belgischen Zeebrugge wurde am Freitag auf dem früheren belgischen Schiff „Bellis“ (Kennung M916) die bulgarische Marineflagge gehisst; es trägt nun den Namen „Bris“ (bulgarisch für Brise). Das Übergabedokument unterzeichneten Belgiens nationaler Rüstungsdirektor Generalleutnant Bernard Faleg und Marinechef Konteradmiral Kiril Michajlow. An der Zeremonie nahmen der Befehlshaber der belgischen Marine, Konteradmiral Tanguy Botman, Bulgariens Botschafterin in Belgien Natalija Usunowa und der Ständige Vertreter bei der NATO, Nikolaj Milkow, teil.
„Bris“ ist der erste von insgesamt sieben Minenjägern der Tripartite-Klasse – vier aus Belgien und drei aus den Niederlanden –, die Bulgarien gemäß einem im Juli 2026 mit beiden Ländern unterzeichneten Memorandum übernimmt. Die übrigen Schiffe folgen in den kommenden Jahren.
Nach den nötigen Vorbereitungen wird das Schiff zum Marinestützpunkt Burgas verlegt; ein Datum wurde nicht genannt. Während der Überfahrt ist Kapitän zur See Jordan Jordanow ranghöchster nationaler Vertreter an Bord. Die Übergabe fällt in eine Zeit, in der Drohnenangriffe auf Handelsschiffe vor der bulgarischen Küste die Sicherheit auf See in den Mittelpunkt rücken.
