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Zollstreit: Trump-Berater Hassett sieht Einigung mit Kanada „sehr nah“

Die Verhandlungen hätten Fahrt aufgenommen, sagt der Chef des Nationalen Wirtschaftsrats. Ab Monatsende gelten neue 50-Prozent-Zölle auf weitere kanadische Waren.

Archivbild: Kevin Hassett bei einer Gesprächsrunde der Atlantik-Brücke

Archivbild · Foto: usbotschaftberlin / Wikimedia Commons, Public domain (zugeschnitten und skaliert)

Im Handelsstreit zwischen den USA und Kanada zeichnet sich nach Darstellung des Weißen Hauses eine Einigung ab. Beide Seiten seien „sehr nah“ an einem Abkommen, sagte Kevin Hassett, Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats, am Sonntag dem Sender Fox News. Handelsminister Howard Lutnick habe in der vergangenen Woche mit der kanadischen Seite gesprochen. „Die Verhandlungen haben an Tempo gewonnen“, so Hassett. Die Verzögerung begründete er mit der jüngsten Wahl in Kanada und der Debatte über eine Abspaltung Albertas.

Präsident Donald Trump sagte am Sonntag bei einer Wahlkampfveranstaltung im Grenzort Port Huron (Michigan), der Streit werde „ziemlich bald“ beigelegt; Kanada sei derzeit bereit, den USA „alles“ zu geben. Details nannte er nicht. Das Büro von Premierminister Mark Carney reagierte nach Angaben von Reuters zunächst nicht auf eine Anfrage.

Zugleich treten zum Monatsende neue Zölle von 50 Prozent auf eine Liste kanadischer Waren in Kraft – darunter Kakaopulver, Vinylböden und Shampoos; Seetang, Verpackungskartons und einige Sperrholzplatten wurden von der Liste gestrichen. Metalle, Holz und Autos aus Kanada sind bereits mit Zöllen belegt. Der Chef des Parkettherstellers Preverco, Jean-François Dufresne, sagte, sein Unternehmen verliere über Nacht 25 Prozent seines Geschäfts. Das Büro von Kanadas Handelsminister Dominic LeBlanc kündigte an, die Maßnahmen zu prüfen.

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